Alfa Laval LKUV-2 Hygienic Air Relief Valve

Alfa Laval LKUV-2 Hygienisches Entlüftungsventil

Das Alfa Laval LKUV-2 ist ein selbsttätiges, hygienisches Entlüftungsventil, das überschüssige Luft aus Prozessleitungen und Pumpeneinlassrohren entfernt, bevor sie Kavitation, Produktverluste oder Druckinstabilitäten verursacht. Lufteinschlüsse zählen zu den häufigsten Ursachen für Pumpenschäden und Prozessunterbrechungen in hygienischen Produktionsumgebungen. Das LKUV-2 behebt dieses Problem selbsttätig, ohne externe Steuerung oder Bedienereingriff.

Vertikal am oberen Ende einer Rohrleitung oder auf der Saugseite einer Pumpe eingebaut, reagiert das Ventil direkt auf den Dichteunterschied zwischen Luft und Flüssigkeit. Sammelt sich Luft an, senkt sich die Polypropylenkugel und gibt den Entlüftungsweg frei; füllt sich die Leitung mit Flüssigkeit, steigt die Kugel und dichtet ab. Kein Stellantrieb, kein Signal, kein manuelles Rücksetzen. Dieses selbsttätige Konstruktionsprinzip hält CIP-Rücklaufleitungen und Prozessleitungen zuverlässig auf den Auslegungsdruckbedingungen, schützt die Prozessintegrität und reduziert Energieverluste durch luftbeladene Pumpen.

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Lufteinschlüsse sind ein konstruktives Problem, keine betriebliche Variable. Das selbsttätige hygienische Entlüftungsventil Alfa Laval LKUV-2 behandelt sie entsprechend: Es entfernt Luft genau dort, wo sie sich ansammelt, anstatt ihre nachgelagerten Auswirkungen zu bewältigen. Das Konstruktionsprinzip ist bewusst passiv ausgelegt: keine externe Steuerung, keine planmäßigen Eingriffe und keine Abhängigkeit von der Aufmerksamkeit des Bedieners. Das Ventil reagiert, sobald die Bedingungen es erfordern, und stellt sich selbsttätig zurück, wenn sich die Verhältnisse normalisieren.

Wie funktioniert ein selbsttätiges Entlüftungsventil in einer hygienischen Rohrleitung?

Die Funktion des LKUV-2 beruht ausschließlich auf dem Dichteunterschied. Eine Polypropylenkugel schwimmt auf Flüssigkeit, sinkt jedoch, wenn Luft darunter den Ventilsitz erreicht. Sinkt die Kugel, öffnet sich der Entlüftungsweg und Luft entweicht. Kehrt die Flüssigkeit zurück, steigt die Kugel und dichtet selbsttätig ab. Weder Magnetventil noch Regler noch manueller Eingriff sind erforderlich. Dieses passive Wirkprinzip macht das LKUV-2 von Grund auf zuverlässig und schließt Ausfallrisiken durch elektrische Fehler oder Signalverlust aus.

Auslegungsdruckbedingungen in CIP-Rücklaufleitungen aufrechterhalten

CIP-Rücklaufleitungen sind bei Kreislaufumschaltungen, Pumpenstarts und Entleerungsvorgängen besonders anfällig für Lufteintrag. Lufteinschlüsse in einer CIP-Rücklaufleitung reduzieren die Strömungsgeschwindigkeit der Reinigungsflüssigkeit, beeinträchtigen die Benetzung und können Kavitation auslösen, die die Lebensdauer von Dichtungen und Laufrädern verkürzt. Das LKUV-2 ist speziell für CIP-Rücklaufanwendungen konzipiert: Es entlüftet Lufteinschlüsse, bevor sie sich auf ein Maß anstauen, das den Durchfluss stört oder die Pumpe beschädigt.

Das zweiteilige Edelstahlgehäuse, das über eine standardmäßige Hygieneklemmverbindung zusammengebaut wird, ermöglicht ein unkompliziertes Zerlegen, Prüfen und Reinigen. Für die Demontage ist kein Spezialwerkzeug erforderlich, und beim Wiedereinbau besteht kein Fehlausrichtungsrisiko.

Pumpen vor Kavitation und Energieverlusten schützen

Pumpenkavitation durch Lufteinschlüsse verursacht Schwingungen, Lärm und erhöhten Verschleiß an Laufrädern und Dichtungen. Selbst eine teilweise Luftbelastung erhöht den Energiebedarf einer Pumpe, um den Ziel-Volumenstrom aufrechtzuerhalten, was die Betriebskosten steigert, ohne einen Produktionsnutzen zu bringen. Indem das LKUV-2 Luft entfernt, bevor sie die Pumpe erreicht, stellt es sicher, dass die Pumpe ausschließlich mit Flüssigkeit arbeitet. Mechanische Bauteile werden so geschont und der hydraulische Wirkungsgrad bleibt erhalten. Geringere mechanische Belastung bedeutet direkt längere Wartungsintervalle und niedrigere Gesamtbetriebskosten über die gesamte Ventillebensdauer.

Technische Details

  • Produktberührende Stahlteile: 1.4301 (304)
  • Innenflächenrauheit: 0,8 µm
  • Produktberührendes Elastomer: EPDM
  • Alternative Elastomere: NBR, FPM
  • Kugelwerkstoff: Polypropylen
  • Ventilgehäuse: zweiteilig aus Edelstahl
  • Verbindung: Klemmverbindung
  • Anschluss Untergehäuse: Schweißstutzen
  • Max. Eingangsdruck: 1000 kPa (10 bar)
  • Temperaturbereich: Max. 90 °C
  • Einbaulage: vertikal
  • Bestellvoraussetzungen: Produktdichte höher als Kugeldichte, Reinprodukte
  • Modell: LKUV-2

Optionen und Konfigurationen

  • Alternatives Elastomer: NBR (Buna N) — für Anwendungen, die spezifische Beständigkeit gegen Öle oder Kohlenwasserstoffe in einem lebensmittelechten Entlüftungsventil erfordern
  • Alternatives Elastomer: FPM (SFY) — für erhöhte chemische Beständigkeit und Hochtemperaturkompatibilität
  • Standard-Elastomer: EPDM — als produktberührende Standarddichtung serienmäßig geliefert
  • Gehäusekonstruktion: zweiteiliges Edelstahlventilgehäuse mit Klemmverbindung für einfache Wartung
Tanks and stainless steel tubes and pumps in an industrial setting.

Branchen

Das hygienische Entlüftungsventil Alfa Laval LKUV-2 ist speziell für CIP-intensive Prozesse in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie konzipiert, in denen die Integrität der Rohrleitungen entscheidend ist. Das Ventil bietet zuverlässigen Pumpenschutz für Betriebe der Milchverarbeitung und für Abfüllanlagen in Brauereien, die bei Drücken bis zu 10 bar betrieben werden. Durch die gezielte Entfernung eingeschlossener Luft sorgt es für stabile hydraulische Bedingungen in einer Vielzahl hygienischer Flüssigkeitsprozesse.

Erweiterte Sensorik und Steuerung für die Prozessoptimierung

Die Integration der Alfa Laval ThinkTop V50 und V70 in Ihre Ventilgruppen sichert maximale Verfügbarkeit und erhebliche Ressourceneinsparungen. Die 360-Grad-LED-Statusanzeige ermöglicht Bedienern die Echtzeit-Überwachung aller Fließwege aus jedem Winkel.

  • Ressourceneinsparungen: Pulse und Burst SeatClean reduzieren den CIP-Verbrauch um bis zu 95 %.
  • Schnelle Einrichtung: Auto-Setup und Live-Setup verkürzen die Inbetriebnahmezeit um bis zu 90 %.
  • Robust: Schutzklasse IP69K, -10 °C bis +60 °C, Nylon PA12 und Edelstahl 1.4301.
  • Einfache Integration: Unterstützt 24VDC PNP, AS-Interface und IO-Link. MTTF von 224 Jahren.
  • Universell: Direkt austauschbar mit ThinkTop Classic; passend für alle hygienischen Alfa Laval Stellantriebe.

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Marcus Schmidt, Euroflow GmbH owner

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Als Alfa Laval Master Distributor in Süddeutschland liefert die Euroflow GmbH hochwertige Komponenten und Expertenlösungen für die Molkerei-, Brauerei-, Getränke-, Lebensmittel-, Kosmetik- und Pharmaindustrie. In den Postleitzahlgebieten 66-99 und 07-08 betreuen wir Baden-Württemberg, Bayern, Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen, Thüringen und Sachsen mit technischer Expertise.

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FAQ

Euroflow betreut Kunden in Süd- und Mitteldeutschland, in den Postleitzahlgebieten 66–99 und 07–08, und damit in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen, Thüringen und Sachsen. Als kompetenter Partner für Tankbauer, Anlagenbauer, Systemlieferanten und Endkunden unterstützen wir bei der Auswahl und Auslegung von Systemen für die Verarbeitung viskoser Produkte sowie für Reinigungsanwendungen.

Ja. Das LKUV-2 ist für eine maximale Temperatur von 90 °C ausgelegt, was typische Heißreinigungszyklen im CIP-Betrieb abdeckt. Die serienmäßigen EPDM-Dichtungen sind für gängige Reinigungsmittel geeignet; alternativ können NBR- oder FPM-Dichtungen spezifiziert werden, falls die jeweilige Reinigungschemie dies erfordert.

Für eine zuverlässige Funktion ist vertikaler Einbau an einem Hochpunkt der Rohrleitung oder am Pumpeneinlassrohr erforderlich. Zudem muss das Ventil mit Reinprodukten eingesetzt werden, bei denen die Flüssigkeitsdichte größer ist als die Dichte der Polypropylenkugel, damit der Schwimmermechanismus bestimmungsgemäß arbeitet und abdichtet.

Indem das Ventil verhindert, dass Luft in die Pumpe gelangt, beseitigt es die Hauptursache für Kavitation und schützt so Dichtungen und Laufräder vor vorzeitigem Verschleiß. Dies verringert ungeplante Wartungseinsätze und beugt den Energieeffizienzverlusten vor, die beim Fördern luftbeladener Flüssigkeiten entstehen.

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